Die Entwicklung der Fliegerjacke

Ursprünge des Ersten Weltkriegs: Die Geburtsstunde der funktionellen Oberbekleidung.

Im Jahr 1917 gründete die US-Armee das Aviation Clothing Board, um Piloten von offenen Doppeldeckerflugzeugen auszurüsten. Sie gaben strapazierfähige Lederjacken mit hohen Krägen, Windklappen und engen Bündchen aus, um der extremen Kälte in großen Höhen entgegenzuwirken. Diese frühen Entwürfe legten den Grundstein für zukünftige Fliegerjacken.

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A-1 Fliegerjacke (Typ A-1: 1927)

Am 27. November 1927 als erste Sommerfliegerjacke des U.S. Army Air Corps standardisiert, zeichnete sich die A-1 durch einen Knopfverschluss, Strickbündchen und -bund sowie eine Rosshaarverarbeitung aus

Material: Pferde-, Ziegen- oder Schafsleder; Strickbündchen und Bund aus Wolle

Produktion: Erstmalig am 27. November 1927 vom U.S. Army Air Corps standardisiert

Einsatzzeit: 1927–1931, ausgegeben an frühe Piloten von offenen Cockpits

Einstellung: Offiziell ersetzt durch die A-2 Spezifikation am 9. Mai 1931

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Fliegerjacke Typ A-2 (1931)

Am 9. Mai 1931 als Nachfolger der A-1 eingeführt, führte die A-2 einen Reißverschluss, aufknöpfbare Pattentaschen und einen Hemdkragen aus Pferde- oder Ziegenleder ein und wurde zur definitiven Fliegerjacke des Zweiten Weltkriegs.

Material: Pferde- oder Ziegenleder; Futter aus Seide oder Viskose

Produktion: Eingeführt am 9. Mai 1931; bis ca. 1943 von zahlreichen US-amerikanischen Auftragnehmern produziert

Nutzungsdauer: 1931–1945, primäre Jacke der U.S. Army Air Forces im Zweiten Weltkrieg

Einstellung: Ende 1945 aus der Standardausgabe genommen zugunsten von Modellen mit Schaffellfutter

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B-3 Shearling Fliegerjacke (Mitte der 1930er Jahre)

Die B-3 wurde für Bomberbesatzungen in großen Höhen entwickelt und verfügte über ein dickes 20 mm Lammfellfutter und einen breiten Kragen für extremen Kälteschutz

Material: 20 mm Schaffell-Lammfell; verstärkte Zierteile aus Ziegenleder/Leder

Produktion: F&E Mitte der 1930er Jahre; Großserienausgabe 1942–1945 für Bomberbesatzungen in großen Höhen

Einsatzzeitraum: 1942–1945, entscheidend für Einsätze in Höhen unter −50 °C

Einstellung: Einstellung der Massenausgabe Ende 1945; bleibt ein fester Bestandteil der Heritage-Reproduktion

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B-6 Schaffelljacke (ca. 1943)

Die B-6 überbrückte die Lücke zwischen den leichten A-2 und den schweren B-3 und verwendete 7 mm Schafschurwolle für Kampfpiloten in unbeheizten Cockpits

Material: 7 mm Schafschurleder; Wollkragen & Futter

Produktion: Eingeführt ca. 1943 für Kampfpiloten in unbeheizten Cockpits

Einsatzzeitraum: 1943–1945, überbrückte A-2 und schwere B-3 für Operationen in mittlerer Höhe

Einstellung: Nach 1945 aus dem Programm genommen, da B-3 und später MA-1 Typen Vorrang erhielten

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G-1 Fliegerjacke (BUAER 55J14: 1947)

Die G-1 entwickelte sich 1947 aus der M-422A der Marine und erhielt einen Mouton-Pelzkragen, ein Rayon-Futter und einen zweigeteilten Rücken – und wurde zu einem Klassiker des Koreakriegs und einem dauerhaften Symbol des Stils der Marineflieger.

Material: Ziegenleder; Mouton-Pelzkragen; Rayon-Futter

Produktion: Am 28. März 1940 als M-422 spezifiziert; 1947 in G-1 umbenannt; die aktuelle MIL-DTL-7823F wird immer noch ausgegeben.

Einsatzzeit: 1940–heute in verschiedenen MIL-DTL-7823-Iterationen

Einstellung: Nicht eingestellt – kontinuierlich modernisiert und bleibt Standardausgabe der Marine/USMC

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RAF Schaffell-Fliegerjacke (RAF WK II)

Fliegerjacken aus Schaffell nach britischem Muster mit 20 mm dickem Fell, hohem Kragen, Reißverschluss an den Ärmeln und halbem Gürtel – ausgegeben an RAF-Besatzungen in unbeheizten Bombern

Material: 20 mm Schaffell nach britischem Muster; schwerer Wollkragen und -bündchen

Herstellung: 1939–1945, ausgegeben von der Royal Air Force für Einsätze in unbeheizten Bombern

Einsatzzeitraum: Ära des Zweiten Weltkriegs, insbesondere 1939–1945

Einstellung: Nach 1950 mit dem Aufkommen von MA-1 Nylon-Modellen schrittweise eingestellt; heute ein Sammlerklassiker